Liebe Lesende,
was passiert mit dem Regen, der auf die Straße vor eurem Haus fällt? Meistens verschwindet er schnell im Gully und wird von dort wegtransportiert. Eigentlich ist das verrückt. Denn gleichzeitig klagen wir über Hitze, trockene Böden und sinkende Grundwasserstände. Wasser ist heute viel zu wertvoll, um es einfach möglichst schnell abzuleiten. Außerdem müssen wir einen Weg finden, Überflutungen zu verhindern, wenn plötzlich viel Regen in kurzer Zeit fällt.
Die Lösung heißt: Schwammstadt. Der Name verrät schon die Idee dahinter. Unsere Städte und Orte sollen Wasser aufsaugen wie ein Schwamm. Der Regen soll dort gespeichert werden, wo er fällt, und anschließend langsam versickern. Also: Wasser in die Fläche bringen statt ableiten. So versorgt das es auf natürlichem Wege Pflanzen und Böden, kühlt unsere Innenstädte und trägt dazu bei, das Grundwasser wieder aufzufüllen. Mehr dazu findet ihr auch bei uns auf Instagram.
Was wir dafür brauchen, habt ihr alle schon im Alltag gesehen. Das bepflanzte Dach des Krankenhauses, der Schulhof mit Wiese statt Beton, die Zisterne unter dem Garten, die begrünte Fassade am Rathaus oder die Bäume in der Fußgängerzone. Das Schöne ist: All diese Maßnahmen sind längst erprobt – und sie funktionieren.
Was bisher fehlt, sind die richtigen politischen Rahmenbedingungen und eine klare Förderung für die Kommunen. Genau das fordern wir in unserem Antragspaket. Dahinter steckt jahrelange Arbeit – nicht nur von uns, sondern auch von vielen Fachleuten, die unsere Überzeugung teilen: Jeder Tropfen Wasser, den wir heute im Boden halten, ist eine Investition in die Zukunft unserer Kinder.
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