Liebe Lesende,
viele von uns haben Eltern oder Großeltern im Pflegeheim oder mussten schon einmal Angehörige im Krankenhaus besuchen. In solchen Situationen zählt vor allem eines: dass sie dort gut versorgt werden. Doch wie soll das gehen, wenn sich die Zimmer im Sommer auf weit über 30 Grad aufheizen und die Patientinnen und Patienten in ihren Betten schwitzen?
Deshalb haben wir nachgefragt, wie gut unsere bayerischen Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen auf Hitzewellen vorbereitet sind. Die Antwort ist ernüchternd. Die Staatsregierung weiß weder, welche Einrichtungen besonders stark überhitzen, noch wo es schon Schutzkonzepte gibt oder wo dringend nachgebessert werden muss. Mehr noch: Sie hat auch nicht vor, diese Wissenslücken zu schließen, geschweige denn, die Einrichtungen gezielt zu unterstützen. Stattdessen erklärt sie sich schlicht für nicht zuständig. Dabei gehört der Schutz der Menschen zu den wichtigsten Aufgaben einer Regierung.
Hier geht es nicht um Komfort, sondern um den Schutz von Menschenleben. Gerade ältere, kranke oder pflegebedürftige Personen sind bei extremer Hitze besonders gefährdet. Dieses Jahr sind in Bayern bereits über 500 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben. Und wir müssen auch an das Personal denken, das unter immer schwierigeren Bedingungen Herausragendes leistet. Wir müssen unsere Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen schnellstens hitzefest machen. Dazu gehören dort, wo besonders gefährdete Menschen versorgt werden, selbstverständlich auch Klimaanlagen. Die nächste Hitzewelle kommt definitiv – sorgen wir dafür, dass wir vorbereitet sind.
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