Liebe Lesende,
wenn wir unseren Wasserhahn aufdrehen, fließt das Wasser. Das ist für uns so normal, dass wir im Alltag nie darüber nachdenken. Umso verblüffter sind viele, wenn Städte und Gemeinden in Bayern plötzlich zum Wassersparen aufrufen müssen. Noch sind wir in keiner absoluten Notlage – aber wir sollten auch nicht abwarten, bis es so weit ist. Die Trockenheit der vergangenen Wochen zeigt, wie verletzlich unsere Trinkwasserversorgung geworden ist. Und die Klimakrise nimmt gerade erst Fahrt auf.
Was mich schockiert: Von Markus Söder und seiner Regierung hört man dazu bislang kein Wort. Und das, nachdem sie – entgegen unseren Warnungen – erst vor ein paar Monaten die Chance verpasst hat, unser Grundwasser besser zu schützen. Während die Staatsregierung sich in Schweigen hüllt, zeigen Städte wie München gerade, wie gutes Krisenmanagement aussieht: nicht ignorieren, nicht schönreden, sondern ehrlich kommunizieren und aktiv Wasser sparen. Genau das würde ich mir auch von unserem Ministerpräsidenten wünschen. Er sollte jetzt einen Krisenstab einberufen und den Kommunen unter die Arme greifen.
Wasser war in Bayern lange eine Selbstverständlichkeit. Ich hoffe sehr, dass das auch für unsere Kinder und Enkel so bleibt. Damit das gelingt, müssen wir heute die richtigen Weichen stellen.
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