Liebe Lesende,
diese Woche durfte ich eine Herde Wisente besuchen – allein dafür hat sich unser Fraktionsausflug ins Donaumoos schon mehr als gelohnt! Aber natürlich ging es um noch viel mehr. Moore gehören zu den stärksten natürlichen Klimaschützern überhaupt. Jedenfalls könnten sie das sein: In ihrem natürlichen Zustand speichern sie riesige Mengen Kohlenstoff. Leider sind heute rund 95 Prozent der Moorflächen in Bayern entwässert oder anderweitig geschädigt. Dann kehrt sich ihre Wirkung ins Gegenteil um und sie setzen große Mengen CO2 frei.
Für mich ist deshalb klar: Wir müssen unsere Moore besser schützen und die Wiedervernässung stark beschleunigen. Hier kommt Bayern bisher viel zu langsam voran.
Über das und vieles mehr haben wir im Donaumoos gesprochen. Besonders gefreut hat mich, wie viele engagierte Menschen sich Zeit für den Austausch mit uns genommen haben. Denn klar ist auch: Moorschutz gelingt nur gemeinsam. Vor allem die Landwirtinnen und Landwirte müssen wir mitnehmen und ihnen neue Perspektiven eröffnen.
Deshalb haben wir direkt vor Ort ein Paket aus sechs Anträgen beschlossen, mit denen wir den Moorschutz im Landtag voranbringen. Wir wollen bei der Renaturierung deutlich schneller vorankommen, eine Mooragentur aufbauen und neue Formen der Bewirtschaftung fördern. So schaffen wir neue Chancen: zukunftsfähige Einkommensmöglichkeiten für die Betriebe, mehr regionale Wertschöpfung und gleichzeitig wirksamen Klimaschutz.
Das Donaumoos kann dabei zu einer echten Vorreiterregion werden. Davon bin ich nach unserem Besuch – und nachdem ich erlebt habe, mit welcher Leidenschaft die Menschen vor Ort daran arbeiten – noch überzeugter als zuvor.
Nun wollt ihr bestimmt auch noch die Wisente sehen, oder? Schaut einfach auf Instagram vorbei.
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